Janosch Brugger startete bei seiner letzten U23 WM im sächsischen Oberwiesenthal. Am Sonntag ging die WM mit dem Sprint in der freien Technik los. Am Start waren 71 Athleten aus 28 Nationen. Wir drücken die Daumen, dass Janosch zum Abschluss seiner Junioren- bzw. U23-Karriere nochmal eine gute WM bestreiten kann.

Sonntag, 01.03.2020: Janosch hatte sich im Prolog, unter 71 Startern, mit Rang 13 für die Viertel-Finals qualifiziert. Janosch musste im 5. Heat gegen Janik Riebli aus der Schweiz, Ondrej Cerny aus Tschechien, Antoine Cyr aus Canada, Arnaud Chautemps aus Frankreich und Ladislav Vechkanov aus Russland antreten und versuchen mindestens den 2. Rang zu erreichen. Der 2. Rang würde ihn direkt für das Halbfinale qualifizieren.

Viertelfinale: Janosch startete verhalten in das Rennen und kontrollierte das Ganze von hinten. Er hielt sich während der ganzen Zeit aus dem Gerangel heraus, um auch einen Sturz zu vermeiden, denn Stürze gab es auf der kurvenreichen Strecke, in den Rennen zuvor, sehr viele. Erst an den Schlussanstiegen arbeitete sich Janosch kontinuierlich nach vorne und auf der Zielgeraden hatte Janosch die notwendige Energie um an Arnauld Chautemps und Janik Riebli vorbeizugehen. Janosch gewann, nach einer taktischen Meisterleistung, sein Viertelfinale und qualifizierte sich souverän für das Halbfinale.

Halbfinale: Am Start sind der Norweger Vebjoern Hegdal, der Russe Denis Filimonov, der Schwede Gustav Aflodal, wiederum der Schweizer Riebli und der Franzose Chautemps und eben Janosch. Wieder verhielt sich Janosch taktisch sehr klug, er lief erst mal auf Rang 6 liegend hinter allen her. Wieder erst an den Schlussanstiegen griff Janosch an und lief bis auf Rang 3 vor. Im Schlusssprint schaffte es Janosch jedoch nicht mehr ganz an dem starken Norweger und Russen vorbeizukommen und er wurde somit starker Dritter.

Am Ende fehlten Janosch 93/100 Sekunden zur Qualifikation für das Finale, denn das 1. Halbfinale war ein Hauch schneller und so schafften es Janosch's Kollege Richard Leupold und der Italiener Armellini als Lucky Loser in das Finale. 

Weltmeister wurde am Ende der Norweger Hegdal vor dem Italiener Armellini und einem weiteren Norweger Amundsen. Richard Leupold wurde, nach einem Sturz, guter Sechst-Platzierter.

Als Fazit kann festgehalten werden: Janosch ist, mit dem im Endergebnis 7. Rang, gut in die WM gestartet, denn er hat einen guten ersten Wettkampftag abgeliefert. Ein gutes Prolog-Ergebnis mit dem 13. Rang und 2 taktisch sehr kluge Final-Läufe belegen dies. Herzlichen Glückwunsch!

Wir wünschen am Dienstag viel Erfolg!

https://www.badische-zeitung.de/janosch-brugger-wm-siebter-im-skatingsprint

Dienstag, 03.03.2020: Das 15 km Klassisch-Rennen stand an. Das Wetter meinte es nicht so gut, es schneite und es wehte ein kalter Wind. Die Wahl der Skier ist für Techniker und Sportler nicht einfach. Wax-Ski oder Nowax-Ski. Janosch hatte sich für einen Ski mit Steigwachs entschieden. Eine gute Wahl!

Janosch ging mit der Startnummer 57 unter 69 gemeldeten Athleten aus 28 Ländern an den Start.

Janosch in den Wäldern am Fichtelberg.

Janosch lief sehr solide und konzentriert seine 4 Runden a 3,75 km. Im Verlauf des Rennens konnte Janosch sich vom anfänglichen 9. Rang im Klassement immer weiter nach vorne arbeiten. Gegen Ende des Rennens konnte man sogar mit einer Medaille rechnen. Leider sprang heute für Janosch, nur der sehr undankbare 4. Rang heraus.

Der Franzose Hugo Lapalus schnappte Janosch, um gerade mal 4,5 Sekunden die Bronze-Medaille vor der Nase weg und das nach 15 Kilometern!

U23 Weltmeister wurde, mit einer Laufzeit von 36:26.4 Minuten und einem unglaublichen Vorsprung von 1:02 Minuten, der Russe Ardashev, vor dem Norweger Amundsen.

Janosch ist sicher sehr enttäuscht, ging es doch verdammt knapp zu, bei der Medaillen-Entscheidung. Doch Janosch kann auch stolz sein auf seine Leistung, hat er doch ein großes Rennen abgeliefert und wieder einmal gezeigt was für ein Riesen-Sportler er ist, sodass der Name Janosch Brugger wieder einmal in aller Munde zu sein scheint.

Das war ganz großer Sport! Herzlichen Glückwunsch!

https://www.mdr.de/sport/ski-nordisch-junioren-wm/video-387804_zc-05bf2152_zs-056137d6.html

https://www.badische-zeitung.de/janosch-brugger-laeuft-knapp-vorbei-an-der-medaille

Donnerstag, 05.03.2020: Janosch hat, zusammen mit seinem Betreuer-Team, entschieden, auch beim 30 km Massenstart-Rennen an den Start zu gehen. Nach eigener Aussage fühlt sich Janosch fit genug und er hat auch richtig Lust darauf, das Rennen zu bestreiten! Das ist das 3. Rennen innerhalb 5 Tagen. 

Janosch erhielt die Startnummer 13 und somit einen Startplatz in der 3. Reihe, im Feld der 61 Teilnehmer aus 27 Nationen.

Nach dem Startschuss entwickelte sich ein sehr schnelles Rennen auf der 5 km langen Runde, die 6 mal zu durchlaufen war und somit auch 1140 Höhenmeter zu bewältigen waren.

Im übrigen war die Strecke so ausgelegt, dass diese so gut wie keine Gleit-Passagen beinhaltete. Es ging also entweder bergauf oder bergab, also an Zeit für Erholung auf der Strecke war nicht zu denken!

Janosch konnte auf den ersten 2 Runden sehr gut mithalten und war immer irgendwo um Rang 10 zu finden. Doch im weiteren Rennverlauf bauten Janoschs Kräfte immer mehr ab und so musste Janosch einige seiner Mitstreiter ziehen lassen. So wurde Janosch auf Rang 20 durchgereicht.

Er versuchte weiter mit den Kollegen Cyr aus Kanada und Vermeulen aus Österreich mitzulaufen, was auch bis kurz vor Rennende gelang. Janosch kam dann, nach 30 Kilometern, auf Rang 26 liegend, von Krämpfen geplagt, völlig erschöpft und auch ein wenig gefrustet, im Ziel an.

Nach eigener Aussage war bei ihm schon nach etwa 10 km der Tank leer und so waren die kommenden 20 km, gefühlt die längsten seines Lebens. Aber Aufgeben gibt es für Janosch nicht! Janosch hat es bis ins Ziel geschafft, was 8 seiner Kollegen nicht gelang, u.a. Jules Chappaz aus Frankreich, der etwa zur Rennhälfte aufgab.

Hut ab Janosch, dass Du, trotz eigentlich leerem Tank, das Ziel erreicht hast.

Weltmeister wurde der Norweger Amundsen, vor dem Russen Ardashev und Haavard Moseby, einem weiteren Norweger.

So wie es aussieht, wird Janosch auch das 4. Rennen in dieser Woche absolvieren. Am Samstag steht die Mixed-Team-Staffel über 4 x 5 km auf dem Programm.

https://www.mdr.de/sport/ski-nordisch-junioren-wm/video-388442_zc-05bf2152_zs-056137d6.html

https://www.badische-zeitung.de/kraftverlust-im-erzgebirge

07.03.2020: Das letzte Rennen der WM stand an, die Mixed-Team-Staffel über 4 x 5 km.

Startläuferin Antonia Fräbel machte über die 5 km ein gutes Rennen. Leider hatte sie im Schlussanstieg einen Sturz und verhäderte ihre Ski auch noch im Absperrzaun. So übergab sie als Sechste und mit 16 Sekunden Rückstand auf die Spitze an Janosch Brugger.

Janosch lief gleich sehr stark an und konnte bald schon zur Spitze aufschließen. Mit 11 Sekunden Rückstand auf Norwegen und 4 Sekunden Vorsprung auf Schweden übergab Janosch auf Rang 2 liegend auf Richard Leupold.

Auch Richard machte es ganz gut auf seinen 5 Kilometern in der Skating-Technik. So übergab er als Drittplatzierter, allerdings mit bereits 37 Sekunden Rückstand auf das Team Norwegen.

Schlussläuferin Coletta Rydzek konnte leider die Erwartungen, die man an sie hatte, nicht erfüllen. Coletta musste mit der gleichzeitig gestarteten Italienerin Francesca Franchi laufen. Die Italienerin war für Coletta leider zu schnell, was sich in der 2. Runde bei Coletta bemerkbar machte. Sie brach leider ein ein und büßte einige Plätze ein. Am Ende wurde es für die Mannschaft dann der 7. Rang.

Weltmeister wurde das Team aus Norwegen, vor Russland und Italien.

https://www.mdr.de/sport/ski-nordisch-junioren-wm/video-389142_zc-05bf2152_zs-056137d6.html

 

Dies war das Abschlussrennen der U23 WM und Janosch kann, alles in allem, mit seinem Abschneiden zufrieden sein.

Die Ränge 7, 4, 26 und 7 bei einer Weltmeisterschaft können sich durchaus sehen lassen.

Herzlichen Glückwunsch!

https://www.badische-zeitung.de/skilanglauf/bronze-fuers-sprungquartett--183575643.html

 

 

 


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